Deutsch-polnischer Blog

Autor: Magdalena Kuckertz (Seite 1 von 4)

Polnische Besonderheiten im Alltag

Bilder mit KI generiert

Wer an Polen denkt, hat oft sofort die wunderschöne Altstadt von Warszawa, den Marktplatz in Kraków, die Ostsee oder die Masurische Seenplatte vor Augen. Vielleicht hast Du auch schon von der legendären polnischen Gastfreundschaft gehört oder die köstliche Küche kennengelernt. Darüber möchte ich heute aber gar nicht schreiben.

Stattdessen geht es um die kleinen Dinge, die man in keinem klassischen Reiseführer findet. Um Eigenheiten, Traditionen und Aberglauben, die den Alltag in Polen bis heute prägen. Manche wirken für Deutsche zunächst etwas seltsam, andere bringen einen zum Schmunzeln – und wieder andere können tatsächlich dabei helfen, das eine oder andere Fettnäpfchen zu vermeiden. Los geht’s!

„Parawaning“ – der Nationalsport an der Ostsee

Wer im Sommer an die polnische Ostsee fährt, erlebt früher oder später das sogenannte „Parawaning“. So nennen die Polen augenzwinkernd den Brauch, mit einem bunten Windschutz den eigenen Platz am Strand abzustecken.

Natürlich schützt der Windschutz vor der steifen Brise. Viel wichtiger ist für viele Badegäste jedoch die Privatsphäre. Manche bauen regelrechte Festungen aus Stoff auf und reservieren sich schon früh morgens einen Platz in der ersten Strandreihe. Der Windschutz bleibt dann den ganzen Tag stehen.

Manchmal nimmt das Ganze so große Ausmaße an, dass Spaziergänger Mühe haben, überhaupt noch am Wasser entlangzulaufen. Kein Wunder also, dass das „Parawaning“ längst zu einem beliebten Gesprächsthema und zu einer Quelle unzähliger Witze geworden ist.

Handtaschen gehören nicht auf den Boden

Falls Strandurlaub nicht Dein Ding ist, bietet sich eine Shoppingtour an. In Polen kann man schließlich viele Dinge günstiger kaufen als in Deutschland. Beim Bezahlen solltest Du jedoch auf eine Kleinigkeit achten: Stelle Deine Handtasche – oder die Deiner Begleitung – niemals auf den Boden.

Wenn Du das doch tust, kann es passieren, dass Dich die Verkäuferin, oder der Verkäufer, freundlich darauf hinweist, die Tasche lieber auf einen Stuhl oder den Tresen zu stellen. Der Grund dafür ist ein alter polnischer Aberglaube. Er besagt, dass das Geld aus der Geldbörse „davonläuft“, wenn die Tasche auf dem Boden steht. Und wer möchte schon freiwillig sein Geld verlieren?

Die verfluchte Ecke

Nach dem Einkaufsbummel meldet sich meistens der Hunger. Dann ist es höchste Zeit, die polnische Küche zu entdecken. Doch auch im Restaurant wartet eine kleine Besonderheit – zumindest für alle, die noch heiraten möchten.

Setze Dich niemals an die Ecke eines Tisches!

Nach altem Volksglauben soll dieser Platz dazu führen, dass man unverheiratet bleibt. Ob das tatsächlich stimmt, sei dahingestellt. Sicher ist nur: Viele Polen nehmen diesen Aberglauben bis heute erstaunlich ernst.

Kreis oder Dreieck?

Früher oder später führt jeder Restaurantbesuch an einen Ort, den man nur ungern lange sucht – zur Toilette. Die Toiletten selbst unterscheiden sich kaum von denen in Deutschland. Mal sind sie kostenlos, mal kosten sie ein paar Złoty. Kleingeld dabeizuhaben, schadet deshalb nie.

Verwirrend kann allerdings die Beschilderung sein. Statt der bekannten Damen- und Herrenfiguren findet man häufig lediglich einen Kreis und ein Dreieck. Und welches Symbol gehört nun zu wem? Ganz einfach: Der Kreis kennzeichnet die Damen-, das Dreieck die Herrentoilette. Warum gerade diese beiden Symbole verwendet werden, konnte mir übrigens bis heute niemand erklären. Sie gehören einfach zu Polen – genauso wie Pierogi oder Żurek.

Bar Mleczny – günstig, lecker und typisch polnisch

Wenn Du in Warszawa, Kraków, Wrocław oder Poznań unterwegs bist und echtes polnisches Essen probieren möchtest, solltest Du unbedingt einen Bar Mleczny besuchen. Diese staatlich bezuschussten Kantinen stammen noch aus der Zeit des Kommunismus und sind bis heute äußerst beliebt. Hier bekommt man traditionelle polnische Hausmannskost zu erstaunlich günstigen Preisen. Das Publikum ist bunt gemischt: Studierende sitzen neben Rentnern, Familien neben Geschäftsleuten und Touristen neben Stammgästen. Gerade deshalb sind Milchbars viel mehr als nur ein Ort zum Essen. Sie bieten einen kleinen Einblick in den ganz normalen polnischen Alltag.

Bloß nicht über die Schwelle!

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis. Falls Du in Polen jemanden kennenlernst, der Dir seine Stadt zeigt oder Dich sogar nach Hause einlädt, solltest Du eine Regel unbedingt beachten:

Begrüße niemals jemanden über die Türschwelle hinweg.

Ein Handschlag über die Schwelle gilt in Polen als Unglücksbringer und soll Streit heraufbeschwören. Deshalb tritt man erst vollständig ins Haus oder wartet, bis der Gastgeber nach draußen kommt. So einfach lässt sich ein mögliches Missverständnis vermeiden.

Fazit

Polen und Deutschland liegen zwar direkt nebeneinander, doch im Alltag gibt es einige liebenswerte Unterschiede. Viele dieser Bräuche und Aberglauben werden heute mit einem Augenzwinkern betrachtet. Trotzdem gehören sie für viele Polen nach wie vor zum Leben dazu. Und genau solche kleinen Besonderheiten machen das Reisen doch erst richtig spannend. Wenn Du sie kennst, wirst Du Polen nicht nur besser verstehen, sondern Deinen Aufenthalt dort vielleicht mit ganz anderen Augen erleben.

Słodycze – czyli to, co dzieci lubią najbardziej

Kto nie lubi słodkości? Ja je uwielbiam! A Ty? Jeśli również należysz do miłośników słodkich przysmaków, zapraszam do lektury.

Miłego czytania!

Naschen auf Polnisch – Süßigkeiten mit Kultstatus

Wer an polnische Spezialitäten denkt, dem kommen meist Pierogi, Bigos oder Żurek in den Sinn. Dabei hat Polen auch für Naschkatzen einiges zu bieten. Auf einem Blog über polnische Themen darf deshalb natürlich auch ein Text über die beliebtesten Süßigkeiten nicht fehlen.

Zwar sind polnische Süßigkeiten international längst nicht so bekannt wie belgische Pralinen oder Schweizer Schokolade. Dennoch gibt es einige echte Klassiker, die man unbedingt probiert haben sollte.

Den Anfang macht „Ptasie Mleczko“ – eine luftige Schaumcreme, umhüllt von zarter Schokolade. Die kleinen rechteckigen Pralinen erinnern optisch ein wenig an deutsche Dominosteine, geschmacklich gehen sie jedoch in eine ganz andere Richtung. Der Name bedeutet übersetzt „Vogelmilch“. Erfunden wurde die Süßigkeit 1936 vom Warschauer Konditor Jan Wedel. Einer alten polnischen Redensart zufolge fehlt reichen Menschen zum vollkommenen Glück nur noch Vogelmilch. Mit seiner Erfindung machte Wedel diesen Wunsch gewissermaßen wahr.

Nicht weniger beliebt ist die „Śliwka Nałęczowska“ (Pflaume aus Nałęczów). Die Praline besteht aus einer getrockneten oder kandierten Pflaume, die von Kakaocreme umhüllt und vollständig mit dunkler Schokolade überzogen wird. Seit 1964 wird sie nach einer festen Rezeptur hergestellt. Die klassische Variante enthält keinen Alkohol und kann daher von der ganzen Familie genossen werden.

Auch „Jeżyki“, zu Deutsch „Igel“, gehören zu den polnischen Süßigkeiten mit Kultstatus. Hinter dem niedlichen Namen verbergen sich knusprige Kekse mit Karamell, Rosinen und Nüssen. Je nach Sorte sind sie mit Milch-, Zartbitter- oder weißer Schokolade überzogen. Die charakteristischen „Stacheln“ entstehen durch Reis-Crispies unter dem Schokoladenmantel.

Tierisch geht es weiter: „Krówka“, also „kleine Kuh“, heißt eines der beliebtesten Milchkaramellbonbons Polens. Das weiche, cremige Karamell wird aus Milch, Zucker und Butter hergestellt, langsam eingekocht und häufig mit Vanille verfeinert. Verpackt sind die Bonbons traditionell in Papier mit einem Kuhfleckenmuster – ein Markenzeichen, das sofort ins Auge fällt.

Auf keiner Liste polnischer Süßigkeiten darf außerdem „Prince Polo“ fehlen. Der knusprige Waffelriegel wird bereits seit 1955 produziert und besteht aus mehreren Waffelschichten mit Kakaocremefüllung, umhüllt von Milchschokolade. Ein Kassenschlager ist er nicht nur in Polen, sondern überraschenderweise auch in Island, wo er seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Süßigkeiten zählt. Inzwischen gibt es ihn in zahlreichen Varianten und Größen – vom kleinen schmalen Riegel bis zur XXL-Version.

Streng genommen ist „Kubuś“ gar keine Süßigkeit, sondern eine der bekanntesten polnischen Fruchtsaftmarken. Trotzdem gehört die Marke für viele einfach dazu. Die Getränke wurden ursprünglich für Kinder entwickelt und bestehen aus einer Mischung von Karottensaft und verschiedenen Früchten wie Apfel, Banane, Himbeere oder Pfirsich. Wer polnische Spezialitäten einkauft, landet deshalb fast automatisch mit einer Flasche Kubuś an der Kasse.

Läuft Ihnen schon das Wasser im Mund zusammen?

Dann gibt es noch eine gute Nachricht: Um all diese Leckereien zu probieren, müssen Sie längst nicht mehr nach Polen reisen. Viele der bekanntesten polnischen Süßigkeiten sind inzwischen auch in deutschen Supermärkten erhältlich. Und wer die größte Auswahl sucht, wird in den zahlreichen polnischen Lebensmittelgeschäften fündig, die es mittlerweile in fast jeder größeren deutschen Stadt gibt.

Smacznego – oder auf Deutsch: Guten Appetit!

Ortografii ciąg dalszy…

W pierwszym ćwiczeniu powtarzamy zasady dotyczące użycia „u” i „ó”. Drugie zadanie dotyczy natomiast „dzi” i „dź”. Pomocna jest tu znajomość samogłosek i spółgłosek.

WM 2026 oder des Kaisers neue Flagge

Bild mit KI generiert

Alle sind im Fußballfieber. Die Weltmeisterschaft 2026 hat begonnen. Ich sehe draußen viele deutsche Flaggen und muss dabei an Folgendes denken:

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind Ausländer und bereiten sich fleißig auf den Einbürgerungstest vor. Vor Ihnen liegen kluge Bücher, und in einem davon befindet sich ein buntes Foto der Bundesflagge. Im Fragenkatalog zur Testvorbereitung lesen Sie Aufgabe 214 von 310. Sie lautet: Welche Farben hat die deutsche Flagge? Was würden Sie spontan antworten?

Gelb oder Gold?

Sie schlagen Artikel 22 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland nach und finden dort: „Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold.“ Jedes Mal, wenn ich diese Zeile lese, muss ich an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Andersen denken.

Ich glaube, europaweit kennt jedes Kind die Geschichte von einem Kaiser, der sich Kleider anfertigen ließ, die aus einem ungewöhnlichen Stoff genäht werden sollten. Dieser Stoff war für Menschen unsichtbar, die für ihr Amt ungeeignet oder dumm waren. Eine Parallele dazu liegt auf der Hand: Während ich und viele andere Ausländer beziehungsweise Neubürger auf der Fahne Gelb sehen, behaupten die Deutschen, der letzte Streifen sei Gold. Wer hat nun recht?

Sie erlauben mir hoffentlich, diesen Gedanken nicht weiter auszuführen. Zum Glück ist das Märchen keine Wirklichkeit, und ich habe weder vor, einen Intelligenztest durchzuführen, noch jemanden zu beleidigen.

Verstand versus Auge

Der Einbürgerungstest geht auf dieses Dilemma nicht ein. Das Multiple-Choice-Verfahren sieht bei Aufgabe 214 folgende Antwortmöglichkeiten vor:

  • schwarz-rot-gold
  • rot-weiß-schwarz
  • schwarz-rot-grün
  • schwarz-gelb-rot

Die meisten Einbürgerungsanwärter staunen über diese Auswahl. An dieser Stelle möchte ich allen, die wie ich verwirrt sind, eine Eselsbrücke anbieten: Die Farben der deutschen Bundesflagge sind schwarz-rot-gelb, aber die Deutschen sprechen von schwarz-rot-gold. Nicht wahr?

Und welche Antwort würden Sie ankreuzen, wenn Sie nur Ihren Augen trauen würden?

Ich wünsche unserer Mannschaft – ich bin bereits seit Jahren deutsche Staatsbürgerin – ein erfolgreiches Turnier und uns Zuschauern spannende Spiele. Wenn Sie an einem Haus oder an einem Auto die deutsche Flagge sehen, denken Sie daran: Gelb oder Gold?

Und falls Sie sich bei einem langweiligen Fußballspiel die Zeit vertreiben möchten und Lust haben, ein paar Fragen aus dem Einbürgerungstest zu beantworten, um zu überprüfen, ob Sie den Test überhaupt bestehen würden, empfehle ich das Online-Testcenter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge:

Online-Testcenter des BAMF

Viel Erfolg!

„Gecko und das Glück des Gebens“

Mehrsprachiges Bilderbuchkino auf Deutsch, Italienisch und Polnisch

Wir laden Kinder ab 4 Jahren mit ihren Eltern wieder herzlich zum mehrsprachigen Bilderbuchkino in die Bibliothek Euskirchen ein.

Diesmal lesen wir euch die Geschichte eines kleinen, selbstverliebten Geckos vor, der um jeden Preis ein Star werden möchte. Die wunderschönen Illustrationen des Bilderbuchs werden dabei auf eine Leinwand projiziert.

Gemeinsam besuchen wir den Gecko auf einer tropischen Insel. Deren Bewohner müssen so manches ertragen, bis der Gecko eines Tages ein Echo entdeckt. Diese besondere Erfahrung verändert sein Leben. Wie? Das erfahrt ihr am 7. Juli 2026 um 16:30 Uhr in der Wilhelmstraße 32–34 in Euskirchen.

Der Eintritt ist frei.

13–14 czerwca 2026 r., czyli polsko-niemiecki weekend w Bonn albo 3. konferencja polonijna KoKoPoL

Wzięłam udział w konferencji, wysłuchałam paneli i uczestniczyłam w warsztatach. Dowiedziałam się wielu ciekawych rzeczy. Między innymi tego, że istnieje Traktat między Rzecząpospolitą Polską a Republiką Federalną Niemiec o dobrym sąsiedztwie i przyjaznej współpracy z 1991 roku, który w tym roku obchodzi 35. rocznicę podpisania. W ramach traktatu Niemcy zobowiązały się wspierać język i kulturę sąsiada, jako fundamentu dobrej europejskiej współpracy. I co? Tylko w nielicznych landach znajduje to odzwierciedlenie w rzeczywistości. Nawet jeśli polityczne deklaracje brzmią obiecująco, praktyka często wygląda inaczej niż zapisy na papierze. O tym właśnie dyskutowaliśmy.

Drugiego dnia konferencji głównym tematem był język polski. Przybyło wielu ciekawych i zaangażowanych ludzi oraz przedstawicieli różnych organizacji polonijnych, którzy mieli wiele dobrych pomysłów. Problem jest jednak jeden: język polski nadal pozostaje jednym z wielu języków mniejszościowych. W Niemczech można się go uczyć jako języka obcego albo jako języka pochodzenia (odziedziczonego). I tu zaczynają się schody. Jeśli jest to język obcy, metody nauczania powinny być inne niż w przypadku języka odziedziczonego. A co zrobić, gdy grupa uczniów/studentów jest mieszana? Czy część dzieci/dorosłych odsyłać do domu i zapraszać jedynie na egzamin? A co z nauczycielami i możliwościami kształcenia? Czy wszędzie istnieje odpowiednia oferta edukacyjna? Jedno pytanie rodziło kolejne.

Wizja jest, zaangażowani ludzie również, brakuje jednak konkretnych rozwiązań. Jak zachęcić Polonię, która sama mierzy się z wieloma wyzwaniami w niemieckiej rzeczywistości, aby posyłała dzieci na zajęcia HSU (Herkunftssprachlicher Unterricht)?

Jesteśmy bardzo różni i mamy bardzo różne potrzeby. Również język polski postrzegamy nie zawsze jako to samo narzędzie komunikacji. A co z dwujęzycznością? Czy wystarczy rozmawiać z dziećmi po polsku, aby automatycznie nauczyły się także czytać i pisać w tym języku?

Wróciłam do domu z wieloma znakami zapytania w głowie. Zabrakło mi również informacji o dobrych podręcznikach do nauki języka polskiego w ramach HSU oraz pomysłów na to, jak jeszcze skuteczniej zainteresować stronę niemiecką polską kulturą i językiem. Żyjemy wśród Niemców, mamy niemieckich partnerów i partnerki. Część naszych rodzin stanowią Niemcy. Nasi sąsiedzi, koledzy i koleżanki z pracy również. Jak ich zainteresować i przekonać do naszej tradycji oraz kultury?

Jest jeszcze dużo do zrobienia, więc zbierzmy siły i do pracy. Polski ist cool! Do zobaczenia na następnej konferencji.

Sommer, Sonne, Autobahn

Es ist Juni. In Polen wissen alle Schulkinder – ausnahmslos alle –, was das bedeutet: Am Ende des Monats beginnen die Sommerferien. Und zwar für alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig. Nicht wie in Deutschland, wo man nie genau weiß, ob die Sommerferien in diesem Jahr im Juni, Juli oder sogar erst im August anfangen. In den meisten Bundesländern ist das jedes Jahr anders. Das hat mich immer verwirrt.

Ich bin ein Kind des Ostblocks, geprägt durch den Kommunismus. Nicht, dass ich ihn vermissen würde. Aber eine Sache fand ich als Kind großartig: die langen Sommerferien von Ende Juni bis zum 31. August. Fast neun Wochen. Meine berufstätigen Eltern waren darüber bestimmt nicht immer begeistert, aber sie haben jedes Jahr eine Lösung gefunden und uns in Sommercamps, Pfadfinderlager oder andere Ferienfreizeiten geschickt.

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Sommerferien für polnische Kinder dauern nach wie vor von Ende Juni bis Ende August. Sommer, Sonne, Freiheit. Zwei Monate lang keine Schule.

Ich habe mich immer gefragt, warum die Sommerferien in Deutschland in der Regel nur sechs Wochen dauern, während sie in Polen fast drei Wochen länger sind. Sowohl in Polen als auch in Deutschland haben die Schülerinnen und Schüler etwa 13, in Polen sogar bis zu 14 Wochen im Jahr schulfrei. Wie ist das möglich? – dachte ich.

Dann habe ich verglichen: Sommerferien gibt es in beiden Ländern, Herbstferien dagegen nur in Deutschland. Die Weihnachtsferien sind dort meist länger. In Polen gibt es dafür zwei Wochen Winterferien, die es in Deutschland nicht gibt. Die Osterferien dauern in Deutschland etwa zwei Wochen, in Polen dagegen nur wenige Tage. So kommt man am Ende auf eine ähnliche Zahl schulfreier Tage, die jedoch anders über das Jahr verteilt sind. Das ist das Geheimnis.

Spielplätze an den Autobahnen

Und wenn man von Sommerferien spricht, muss man auch an die Reisezeit denken. An lange Fahrten. Und an Staus auf den Autobahnen.

Und hier eine Quizfrage: Wohin fahren die meisten Polen, die im Ausland leben, in den Sommerferien? Natürlich in Richtung Heimat. Auch mich zieht es jedes Mal dorthin.

Bis man jedoch am Ziel angekommen ist, hört man von den Kindern oft stundenlang dieselbe Frage: „Wann sind wir endlich da?“ Deshalb sollte man sich vor der Fahrt überlegen, wo man unterwegs eine Pause einlegen kann.

Bisher habe ich mir immer eine ausgedruckte Routenkarte vom ADAC besorgt – ich bin Mitglied und bekomme sie kostenlos –, mit der man die Strecke gut verfolgen kann. Einmal habe ich auf einem Rastplatz beobachtet, wie bei einem Fahrer das Navi ausgefallen ist. Er stand ratlos da – ohne digitale Navigation und ohne Papierkarte. Seitdem fahre ich nie mehr ohne eine Karte los. Das Navi im Auto oder auf dem Handy ist großartig – solange es funktioniert.

Ich habe immer gehofft, dass auf den ADAC-Karten Spielplätze entlang der Route eingezeichnet sind. Pustekuchen. Auch die ADAC Maps weisen nicht darauf hin, vor allem nicht entlang der polnischen Autobahnen. Zwar kann man dort bequem eine Route planen und sich Rastplätze mit Tankstellen entlang der Strecke anzeigen lassen. Über die Detailoptionen kann man sogar gezielt nach Spielplätzen suchen. In Polen sucht man jedoch häufig vergeblich. Nicht, dass es dort keine gäbe – im Gegenteil. Viele Rastplätze sind hervorragend ausgestattet. Die Informationen fehlen lediglich bei ADAC Maps. Wie so oft scheint hinter der deutschen Ostgrenze noch immer gefühlt ein schwarzes Loch zu beginnen.

Deshalb empfehle ich bei der Suche nach Spielplätzen an den Autobahnen eher Google Maps. Dort kann man entlang der Route gezielt nach dem Schlagwort „MOP“ (Miejsce Obsługi Podróżnych) suchen, was auf Deutsch „Rastplatz“ bedeutet. Durch Rezensionen und Fotos kann man erkennen, ob dort Spielplätze vorhanden sind.

Am besten plant man seine Zwischenstopps an größeren Rastanlagen mit Orlen-, BP- oder Shell-Tankstellen. Dort gibt es meist gut ausgestattete Kinderspielplätze sowie gastronomische Angebote.

Gute Reise – Miłej podróży!

Co czytać dzieciom po polsku?

To pytanie zadaję sobie cały czas. Problem polega na tym, że moje dzieci uczą się języka polskiego, jako języka pochodzenia — albo, jak określają to inni, jako języka odziedziczonego. Dorastają dwujęzycznie, a ich językiem dominującym jest niemiecki, co nie jest zaskakujące, ponieważ mieszkamy w Niemczech. To fakt, dlatego postanowiłam podejść do tematu edukacji moich dzieci z perspektywy nauczyciela języków obcych.

Sytuacja nie jest oczywiście dokładnie taka sama, ponieważ ich kompetencje językowe w języku polskim są teraz większe niż u osoby dorosłej uczącej się od podstaw, ale takie podejście bardzo ułatwia mi zadanie. Widzę wiele podobieństw, dlatego sięgnęłam po Europejski System Opisu Kształcenia Językowego (ESOKJ). W mojej interpretacji tego systemu odnoszę się w artykule wyłącznie do posługiwania się językiem mówionym oraz rozumienia ze słuchu przez dzieci. Nie zajmuję się ich umiejętnością czytania i pisania po polsku.

Poziom przed A1 – czyli wiek od 0 do 3 lat

W tym okresie rozwoju oglądałam z dziećmi książeczki obrazkowe. Były to książki tematyczne, które pozwalały mi opisywać im świat nas otaczający. Najbardziej przypadły nam do gustu książeczki niemieckiego wydawnictwa Jumbo. Seria nazywa się „Sieh mal! Hör mal!” („Patrz! Słuchaj!”). Do książek dołączone są płyty CD, na których — obok muzyki — nagrano odgłosy ilustrujące przedstawione obrazki.

Z tej serii można kupić na przykład: „Meine Stadt” („Moje miasto”), „Mein Wald” („Mój las”) czy „Mein Bauernhof” („Moje gospodarstwo rolne”). Na płytach znajdują się wyłącznie odgłosy i muzyka, dzięki czemu świetnie nadają się do wzbogacania słownictwa w każdym języku. To osoba oglądająca książkę z dzieckiem opisuje ustnie — w wybranym przez siebie języku — to, co dziecko widzi i słyszy.

Stopniowo rozszerzałam słownictwo dzieci, pokazując im różne książeczki obrazkowe, ale publikacje wydawnictwa Jumbo podobały mi się najbardziej. Gdy pojawiły się pierwsze słowa — obok czytania prostych bajek — przyszła pora na cienkie książeczki z serii „Kicia Kocia” Anity Głowińskiej. To proste teksty opisujące sytuacje i miejsca z życia codziennego. Między innymi dzięki tym książeczkom moje dzieci osiągnęły poziom językowy, który zakwalifikowałabym jako A1.

Poziom A1 – czyli wiek od 4 lat

I tu pozwolę sobie przytoczyć nieco zmodyfikowany przeze mnie opis poziomu A1 według Europejskiego Systemu Opisu Kształcenia Językowego (ESOKJ):

Dziecko posługujące się językiem na tym poziomie rozumie i potrafi stosować podstawowe zwroty potoczne oraz wyrażenia dotyczące życia codziennego. Potrafi przedstawiać siebie i innych oraz zadawać pytania dotyczące życia prywatnego ludzi, których zna, i rzeczy, które posiada. Potrafi prowadzić prostą rozmowę.

Kolejną lekturą na tym poziomie były książki Barbary Supeł o Jadzi Pętelce i jej rodzinie. Teksty są nadal proste, choć nieco bardziej rozbudowane. Autorka opisuje — na przykładzie rodziny Pętelków — sytuacje z życia codziennego.

Następnie sięgnęłam po książki z serii „Mądra Mysz” wydawnictwa Media Rodzina. Seria jest tłumaczeniem niemieckiej serii „Lesemaus” wydawnictwa Carlsen Verlag GmbH. Obejmuje między innymi też przygody Zuzi czy Maksa.

Poziom A2 – czyli wiek od 6 lat

Zaletą serii „Mądra Mysz” jest to, że te same książki można czytać również po niemiecku. Nieraz zdarzało się, że czytałam z dziećmi tę samą pozycję raz po niemiecku, a raz po polsku. Pozostając przy tej serii, można stopniowo przechodzić na wyższy poziom językowy.

Ten poziom znajomości języka można opisać następująco, posługując się kwalifikacją ESOKJ:

Dziecko posługujące się językiem na tym poziomie rozumie wypowiedzi i często używane wyrażenia związane z jego życiem codziennym, jego rodziny i przyjaciół oraz zwroty dotyczące zakupów, otoczenia czy pracy. Potrafi porozumiewać się w prostych, rutynowych sytuacjach wymagających jedynie nieskomplikowanej, bezpośredniej wymiany informacji na tematy znane i typowe. Potrafi w prosty sposób opisywać swoje pochodzenie, otoczenie, a także sprawy związane z najważniejszymi potrzebami życia codziennego.

Seria „Mądra Mysz” zawiera również książeczki przedstawiające różne zawody, takie jak „Mam przyjaciółkę dentystkę” czy „Mam przyjaciela strażaka”. W ramach tej serii można też poznać zawody jak kierowca autobusu, kierowca ciężarówki, kolejarz, marynarz czy ratownik medyczny.

Polecam również książki Barbary Supeł o starszym bracie Jadzi — Stasiu Pętelce. Także te książki opisują sytuacje z życia codziennego, co pomaga dziecku łatwiej poszerzyć podstawowe słownictwo.

Strzałem w dziesiątkę okazały się książki duńskiego autora Thomasa Brunstrøma z serii „Tata Oli”. To humorystyczne historyjki z życia codziennego, przetłumaczone przez Edytę Stępkowską i zilustrowane przez Thorbjørna Christoffersena. Książki te świetnie ułatwiają przejście z poziomu A2 do B1.

Poziom B1 – od 7. roku życia

System ESOKJ opisuje ten poziom następująco:

„Osoba posługująca się językiem na tym poziomie rozumie znaczenie głównych wątków przekazu zawartego w jasnych, standardowych wypowiedziach, które dotyczą znanych jej spraw i zdarzeń typowych dla pracy, szkoły, czasu wolnego itd. Potrafi radzić sobie z większością sytuacji komunikacyjnych, które mogą się zdarzyć podczas podróży w rejonie, gdzie mówi się danym językiem. Potrafi tworzyć proste, spójne wypowiedzi na tematy, które są jej znane lub które ją interesują. Potrafi opisywać doświadczenia, wydarzenia, marzenia, nadzieje i aspiracje, krótko uzasadniając bądź wyjaśniając swoje opinie i plany”.

Autorka blogu z Grzegorzem Kasdepke po spotkaniu autorskim w Kolonii, dnia 25.4.26r. Foto: Sumlińska-Tarasiuk  

I tu dochodzimy do książek Grzegorza Kasdepke. Autor podchodzi do tekstów dla dzieci trochę jak dziennikarz — jego opowiadania są krótkie, dowcipne, językowo wysmakowane i mają puentę. Często, aby je w pełni zrozumieć, trzeba się zatrzymać i zastanowić nad ich znaczeniem.

Polecam „Kacperiadę”, „Detektywa Pozytywkę” i wiele innych książek tego autora. Przy pozycji „Co to znaczy…” warto zatrzymać się na dłużej. To zabawne historyjki pomagające zrozumieć najczęściej używane związki frazeologiczne w języku polskim. Autor wyjaśnia znaczenie powiedzeń takich jak na przykład „kaczka dziennikarska”, „gruba ryba” czy „wpuścić kogoś w maliny”.

I żeby nikt nie pomyślał, że „pozjadałam wszystkie rozumy”, to na tym zakończę ten tekst. Jeśli interesujesz się tym, jak opisane są wyższe poziomy kompetencji językowej, czyli poziomy B2, C1 i C2, polecam ten link: https://pl.wikipedia.org/wiki/Europejski_System_Opisu_Kształcenia_Językowego

I jeszcze jedno: bardzo ucieszę się, jeśli po przeczytaniu tego tekstu polecisz mi inne książki po polsku, które warto czytać z dziećmi uczącymi się języka polskiego za granicą.

Bilingualität als Lebensstil

Bild mit KI generiert

Es gibt viele Theorien über die zweisprachige Erziehung und zahlreiche Ratgeber mit unzähligen Tipps. Meine Erfahrung hat mir jedoch gezeigt, dass es am besten ist, sich auf das Bauchgefühl zu verlassen. Denn jede Familie ist anders. Es gibt Familien, in denen zwei Muttersprachler in einem Land ihrer Wahl leben, dessen Sprache jedoch nicht ihre Muttersprache ist. Außerdem gibt es Familien, in denen nur ein Elternteil eine andere Muttersprache hat als der Rest der Familie. Dabei macht es einen großen Unterschied, ob es die Mutter oder der Vater ist. Frauen und Männer gehen Erziehungsfragen oft unterschiedlich an. Deshalb sind Ratgeber zwar hilfreich, können aber nicht jede familiäre Konstellation abdecken.

Meine Familie

Ich bin polnische Muttersprachlerin, mein Mann dagegen deutscher Muttersprachler. Unsere Kinder wachsen in einer deutschsprachigen Umgebung auf. In der Familie meines Mannes wird Deutsch gesprochen, ebenso in der Kita, in der Schule und im Freundeskreis. Meine Aufgabe ist es also, den Kindern die polnische Sprache beizubringen. Keine leichte Aufgabe, wenn der Kontakt zu meiner Muttersprache eingeschränkt ist.

Eine Person – eine Sprache

In einer Fortbildung zur zweisprachigen Erziehung habe ich gehört, dass es am besten sei, wenn Kinder lernen: Die Mama spricht ihre Muttersprache, der Papa seine. Also: eine Person – eine Sprache. Das funktioniert bei uns leider nicht immer. Zwar spreche ich mit den Kindern meistens Polnisch, breche diese Regel aber, wenn wir mit Freunden unterwegs sind, die kein Polnisch verstehen. Ich finde es unhöflich, wenn sie dabei sind und nichts verstehen. Auch bei den Hausaufgaben spreche ich oft Deutsch. Als Germanistin bin ich zu Hause für die Korrektur der Deutschhausaufgaben zuständig. Außerdem übernehme ich das Vorlesen in beiden Sprachen – mal auf Deutsch, mal auf Polnisch.

Polnisch im Alltag

Es ist viel Arbeit, Kinder zweisprachig großzuziehen. Man muss von Anfang an konsequent sein, mit Überzeugung handeln und dabei authentisch bleiben – egal, was andere denken. Zum Glück war das Thema in unserer Familie nie ein Problem. Mein Mann unterstützt mich dabei. Wir beide sind der Meinung, dass jede Sprache, selbst eine weniger verbreitete, eine große Bereicherung ist. Doch wie macht man es richtig?

Vollständige Sätze in beiden Sprachen

Da ich die Regel „eine Person – eine Sprache“ nicht konsequent befolge, habe ich eine andere Lösung gefunden: Wenn ich mit den Kindern rede und zwischen den Sprachen wechsle, dann immer in vollständigen Sätzen. Ich achte darauf, dass die grammatischen Satzkonstruktionen in beiden Sprachen korrekt bleiben. Ich vermeide es, polnische Wörter in deutsche Sätze einzufügen – und umgekehrt. Oft sage ich denselben vollständigen Satz in beiden Sprachen. So vermittle ich gleichzeitig Grammatik und Wortschatz.

Die Kinder

Und die Kinder? Sie antworten mir meistens auf Deutsch. Langsam kommen aber auch immer mehr Antworten auf Polnisch. Ich bin geduldig und hartnäckig – und bleibe dran. Mit Vorlesen, Erzählen, polnischen Kinderreimen und allem anderen, was zur polnischen Sprache dazugehört.

« Ältere Beiträge