Deutsch-polnischer Blog

Monat: März 2026

„Rz” po spółgłoskach „p”, „b”, „t”, „g”, „d”, „k”, „w”, „ch” i „j”

Dwuznak „rz” spędza sen z powiek wielu uczniom. A i dorośli nie zawsze są pewni, czy pisać „rz”, a może jednak „ż”. Regularny trening pomoże zapamiętać pisownię tego dwuznaku. Aby ten trening ułatwić, polecam poniższe ćwiczenie, które ma za zadanie wizualnie przedstawić jedną z zasad jego stosowania.

Endlich Frühling!

Bild mit KI generiert.

Als ich meinen Mann nach deutschen Bräuchen zum Frühlingsanfang gefragt habe, war ich mir eigentlich sicher: Er müsste es wissen. Irgendetwas Besonderes, das man jedes Jahr am 21. März macht.

Nein, ich meinte nicht die Osterbräuche. Eher so etwas wie ein kleines Ritual zum Frühlingsanfang.

Seine Antwort war allerdings ernüchternd: Nein. So etwas kennt er nicht. Zumindest nicht aus der Gegend in Deutschland, aus der er kommt.

In Polen wäre diese Frage dagegen ganz einfach. Dort würden wahrscheinlich alle sofort zwei Dinge nennen:
„Topienie Marzanny“ – die „Ertränkung der Marzanna“ – und den „Dzień Wagarowicza“, also den Tag des Schulschwänzers.

Ertränkung der Marzanna

Am ersten Frühlingstag, dem 21. März, wird in Polen eine Puppe aus Stroh bunt angezogen, zuerst angezündet und dann in einen Fluss geworfen. Die Puppe symbolisiert eine heidnische Todesgöttin, die den Winter brachte. Durch ihre Verbrennung und Ertränkung soll auf diese Weise der Winter vertrieben werden, damit endlich der Frühling kommt und es später eine gute Ernte gibt.

Dieser altslawische Brauch hat sich über Jahrhunderte hinweg erhalten und wird bis heute zelebriert – in ländlichen Gegenden stärker als in den Städten. Besonders beliebt ist der Brauch in Kindergärten und Schulen.

Tag des Schulschwänzers

Die zweite Besonderheit, die am ersten Frühlingstag unter polnischen Schülern sehr beliebt ist, ist der „Tag des Schulschwänzers“. An diesem Tag machen viele polnische Schüler „blau“ und gehen nicht zum Unterricht.

Es ist kein offizieller Feiertag und kein Schüler wird von der Schulpflicht befreit. Trotzdem hat sich dieser Tag fest in die Tradition der polnischen Schulen eingeprägt. Die Tradition geht auf die kommunistischen Zeiten zurück, genauer gesagt auf die Zeit der Volksrepublik Polen (PRL). Das Schulschwänzen war eine Art des Rebellierens gegen das starre Schulsystem.

Wie es heute ist

Heute versuchen viele Schulen, an diesem Tag etwas Besonderes zu veranstalten – einen Ausflug, ein Fest oder einen Kinobesuch –, damit die Schüler in der Obhut der Schule bleiben. Es geht dabei vor allem um die Sicherheit der Schüler und den Naturschutz.

Deshalb wird an diesem Tag nicht mehr so oft geschwänzt wie früher und die Strohpuppe Marzanna wird meist nicht mehr richtig verbrannt oder ertränkt, um die Umwelt zu schonen. Eigentlich eine gute Entwicklung, oder?

Und trotzdem: Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als es am 21. März wirklich wild zuging. Diese Erinnerungen sind mir bis heute geblieben.

Das waren Zeiten.

Witaj szkoło!

Czy wiesz, kiedy rozpoczyna się w Niemczech rok szkolny? Czy dzień ten różni się od rozpoczęcia roku w Polsce? Jeśli znasz odpowiedzi na te pytania, sprawdź swoją wiedzę w tym ćwiczeniu. Tym, którzy nie są pewni odpowiedzi, pomoże poniższy tekst.

Polnische Osterbräuche: „Gesegnetes“ oder „Gießmontag“

Ostern ist ein kirchliches Fest der Auferstehung Jesu Christi und wird in allen christlichen Ländern gefeiert. Die nationalen und regionalen Osterbräuche sind es jedoch, die die Tage der Karwoche in jedem Land anderes prägen.

In Polen gibt es an den Ostertagen zwei Gebräuche, die man meines Wissens so in Deutschland nicht findet.

Święconka“ (Gesegnetes)

Am Karsamstagvormittag gehen Familien in Polen mit einem Körbchen, das auf Polnisch „święconka“ (Gesegnetes) heißt, in die Kirche, um Speisen für das Frühstück am Ostersonntag segnen zu lassen. Die Körbchen werden schön geschmückt und beinhalten meistens bunt bemalte Eier, Brot, Wurst, Salz, Pfeffer und Kuchen. Sie werden auf einen Tisch in der Kirche abgestellt und jeder schaut heimlich, wer das schönste Körbchen hat. Nach einem Gebet werden sie von einem Priester gesegnet und mit Weihwasser besprengt. Ein Teil aus den Körbchen wird direkt in der Kirche für die Armen gespendet. Am Ostersonntag werden die gesegneten Eier geschält und mit der Familie am Festtisch geteilt. Dabei wünschen sich die Familienmitglieder frohe Ostern.

„Śmigus-dyngus“ (Gießmontag)

Das zweite, typisch polnische Brauchtum ist der „śmigus-dyngus“, genannt auch „lany poniedziałek“, zu Deutsch „nasser Montag“ oder „Gießmontag“.

Wie der Name schon verrät, findet er am Ostermontag statt. An diesem Tag bespritzen sich alle, Jung oder Alt, mit Wasser, dem Symbol für Reinheit und Fruchtbarkeit. Diese Tradition hat ihren Ursprung in heidnischen Bräuchen. Im Frühjahr wurden junge, noch nicht verheiratete Frauen von Männern mit Wasser besprengt. Man glaubte, dass dies ihre Chancen erhöhte, bald einen Ehemann zu finden.

Heute warten auf diesen Tag vor allem Kinder und Jugendliche. Andere Menschen mit Wasser unbestraft nass machen zu dürfen, macht viel Spaß. An diesem Tag sind in Polen ein Regenschirm oder eine Regenjacke angesagt, wenn man den Wasserangriffen einigermaßen Widerstand leisten möchte. Eine Garantie für trockene Kleidung gibt es am Ostermontag jedoch nicht. Während Jugendliche auf der Straße mit Eimern voller Wasser laufen und sogar ganze Wassereimer durch geöffnete Bustüren schütten, bevorzugen ältere Generationen ein Fläschen Parfüm. Jeder kann nun für sich entscheiden, welche Variante nassgespritzt zu werden ihm die liebere ist.

Um  diese Bräuche zu erleben, lohnt es sich, an Ostertagen Polen zu besuchen. Nur so erlebt man den polnischen Zauber dieser Tage und bekommt „nasse Füße“.

In diesem Sinne frohe Ostern und Wesołych Świąt Wielkanocnych

wünscht

Magdalena Kuckertz