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Deutsch-polnischer Blog

Im wunderschönen Monat Mai

Bilder mit KI generiert.

Wenn ich an Mai denke, kommt mir sofort das Gedicht von Heinrich Heine in den Sinn:

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

[…]

Der Frühling ist da, alles blüht und es schwebt Liebe in der Luft. Es ist die Zeit der Freude. In Deutschland tanzt man in den Mai, in Polen dagegen grillt man in den Mai hinein. Das wichtigste Wort in diesem Monat in Polen heißt „majówka“.

Die Bezeichnung ist aus dem Wort „Maj“, zu Deutsch „Mai“, entstanden und steht für ein Picknick oder eine Veranstaltung im Mai im Freien. Man trifft sich mit Freunden, fährt aufs Land, grillt und feiert.

Dazu haben die Polen viele Möglichkeiten und viel Zeit. Gleich am Anfang des Monats gibt es nämlich zwei Feiertage. Am 1. Mai feiert man den Internationalen Tag der Arbeit, jetzt nicht mehr wie im Kommunismus, indem man nach einem Maiumzug zu einer sozialistischen Maikundgebung gegangen ist. In der Demokratie ist der feierliche Rahmen lockerer und freiwillig. Die Teilnahme an politischen Veranstaltungen ist keine Pflicht mehr. Es finden Demonstrationen verschiedener Gruppierungen statt, die von Picknicks, Jahrmärkten, Konferenzen, Open-Air-Diskussionen oder Konzerten begleitet werden.

Der andere Maifeiertag ist am 3. Mai. An diesem Tag feiert man die polnische Verfassung, die als erste ihrer Art in Europa und als zweite in der Welt verabschiedet wurde. Sie wurde am 3. Mai 1791 vom Sejm, dem polnischen Parlament, im Warschauer Königsschloss verabschiedet. Dieser Nationalfeiertag hat eine nicht so lange Tradition wie der Tag der Arbeit und wurde erst am 6. April 1990 eingeführt.

Somit freuen sich die Polen nicht nur über die Feiertage. Sie nutzen jedes Wochenende, um endlich Zeit im Freien zu verbringen und bei der majówka das schöne Wetter zu genießen.

Polskie „sz“ a niemieckie „sch“ oraz „st“ i „sp“ na początku wyrazu

Polski dwuznak „sz” oraz niemieckie połączenia „sch”, a także „st” i „sp” na początku wyrazu, są fonetycznie do siebie zbliżone. To podobieństwo można świadomie wykorzystać w ćwiczeniach dydaktycznych, które pomogą dzieciom polskojęzycznym — dla których język polski jest językiem pochodzenia — uczącym się czytać i pisać w niemieckich szkołach, zapamiętać wymowę oraz zapis polskiego dwuznaku „sz”.

Poprzez porównanie podobnie brzmiących fonemów uczniowie utrwalą ich pisownię zarówno w języku polskim, jak i niemieckim, jednocześnie dostrzegając różnice w systemach ortograficznych obu języków.

Versuch’s auf Polnisch!

Sie würden gerne Polnisch lernen und wissen nicht, wie Sie anfangen sollen? Ich frage in solchen Fällen immer nach dem Grund der Entscheidung, denn dieser ist ausschlaggebend. Ob Urlaub, ein Studium oder eine familiäre Situation – in jedem dieser Fälle würde ich anders starten.

Menschen, die noch keine Vorkenntnisse haben und noch kein Geld investieren wollen, empfehle ich eine Starthilfe: die kostenlose Sprach-App „Versuch’s auf Polnisch!“. Die App lässt sich einfach bei Google Play für Android-Geräte oder im App Store für iPhones und iPads herunterladen. Entwickelt wurde sie vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) und dient als mobiler Sprachführer für den deutsch-polnischen Jugendaustausch, Reisen oder den Alltag. Für Polnischsprechende, die Deutsch lernen, gibt es in der App eine Gegenpublikation „Spróbuj po niemiecku!“, die gleich aufgebaut ist – mit dem Unterschied, dass es sich hier um die deutsche und nicht um die polnische Sprache handelt.

Diese App ersetzt keinen Sprachkurs, vermittelt aber Grundlagen, auf denen man gute Grundkenntnisse aufbauen kann. Für den schnellen Gebrauch gibt es einige Redewendungen, die im Alltag hilfreich sein können. Der Vorteil dieser App ist, dass man sich jedes Wort oder jeden Satz vorsprechen lassen und zu den Favoriten hinzufügen kann, um danach die selbst erstellte Favoritenliste beliebig oft wiederholen zu können.

Das Wörterbuch lässt sich von A bis Z durchscrollen. Wie viele Wörter es umfasst, wird in der App leider nicht angegeben. Für einen guten Anfang reicht es jedoch. Die akustischen Vorlesehilfen werden durch schriftlich verfasste Ausspracheregeln ergänzt, die kurz anhand von Beispielen erklärt werden. Die polnische Grammatik wird auf das Nötigste beschränkt, ersetzt aber auf keinen Fall ein gutes Regelwerk. Das Wissenswerte liefert einige gute Informationen, um das Land und die Leute ein wenig kennenzulernen, und macht neugierig auf mehr.

Kurz und gut: Die App ermöglicht einen guten, kostenlosen Einstieg auf dem langen Weg des Spracherwerbs. Probieren Sie es selbst.

„Rz” po spółgłoskach „p”, „b”, „t”, „g”, „d”, „k”, „w”, „ch” i „j”

Dwuznak „rz” spędza sen z powiek wielu uczniom. A i dorośli nie zawsze są pewni, czy pisać „rz”, a może jednak „ż”. Regularny trening pomoże zapamiętać pisownię tego dwuznaku. Aby ten trening ułatwić, polecam poniższe ćwiczenie, które ma za zadanie wizualnie przedstawić jedną z zasad jego stosowania.

Endlich Frühling!

Bild mit KI generiert.

Als ich meinen Mann nach deutschen Bräuchen zum Frühlingsanfang gefragt habe, war ich mir eigentlich sicher: Er müsste es wissen. Irgendetwas Besonderes, das man jedes Jahr am 21. März macht.

Nein, ich meinte nicht die Osterbräuche. Eher so etwas wie ein kleines Ritual zum Frühlingsanfang.

Seine Antwort war allerdings ernüchternd: Nein. So etwas kennt er nicht. Zumindest nicht aus der Gegend in Deutschland, aus der er kommt.

In Polen wäre diese Frage dagegen ganz einfach. Dort würden wahrscheinlich alle sofort zwei Dinge nennen:
„Topienie Marzanny“ – die „Ertränkung der Marzanna“ – und den „Dzień Wagarowicza“, also den Tag des Schulschwänzers.

Ertränkung der Marzanna

Am ersten Frühlingstag, dem 21. März, wird in Polen eine Puppe aus Stroh bunt angezogen, zuerst angezündet und dann in einen Fluss geworfen. Die Puppe symbolisiert eine heidnische Todesgöttin, die den Winter brachte. Durch ihre Verbrennung und Ertränkung soll auf diese Weise der Winter vertrieben werden, damit endlich der Frühling kommt und es später eine gute Ernte gibt.

Dieser altslawische Brauch hat sich über Jahrhunderte hinweg erhalten und wird bis heute zelebriert – in ländlichen Gegenden stärker als in den Städten. Besonders beliebt ist der Brauch in Kindergärten und Schulen.

Tag des Schulschwänzers

Die zweite Besonderheit, die am ersten Frühlingstag unter polnischen Schülern sehr beliebt ist, ist der „Tag des Schulschwänzers“. An diesem Tag machen viele polnische Schüler „blau“ und gehen nicht zum Unterricht.

Es ist kein offizieller Feiertag und kein Schüler wird von der Schulpflicht befreit. Trotzdem hat sich dieser Tag fest in die Tradition der polnischen Schulen eingeprägt. Die Tradition geht auf die kommunistischen Zeiten zurück, genauer gesagt auf die Zeit der Volksrepublik Polen (PRL). Das Schulschwänzen war eine Art des Rebellierens gegen das starre Schulsystem.

Wie es heute ist

Heute versuchen viele Schulen, an diesem Tag etwas Besonderes zu veranstalten – einen Ausflug, ein Fest oder einen Kinobesuch –, damit die Schüler in der Obhut der Schule bleiben. Es geht dabei vor allem um die Sicherheit der Schüler und den Naturschutz.

Deshalb wird an diesem Tag nicht mehr so oft geschwänzt wie früher und die Strohpuppe Marzanna wird meist nicht mehr richtig verbrannt oder ertränkt, um die Umwelt zu schonen. Eigentlich eine gute Entwicklung, oder?

Und trotzdem: Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als es am 21. März wirklich wild zuging. Diese Erinnerungen sind mir bis heute geblieben.

Das waren Zeiten.

Witaj szkoło!

Czy wiesz, kiedy rozpoczyna się w Niemczech rok szkolny? Czy dzień ten różni się od rozpoczęcia roku w Polsce? Jeśli znasz odpowiedzi na te pytania, sprawdź swoją wiedzę w tym ćwiczeniu. Tym, którzy nie są pewni odpowiedzi, pomoże poniższy tekst.

Polnische Osterbräuche: „Gesegnetes“ oder „Gießmontag“

Ostern ist ein kirchliches Fest der Auferstehung Jesu Christi und wird in allen christlichen Ländern gefeiert. Die nationalen und regionalen Osterbräuche sind es jedoch, die die Tage der Karwoche in jedem Land anderes prägen.

In Polen gibt es an den Ostertagen zwei Gebräuche, die man meines Wissens so in Deutschland nicht findet.

Święconka“ (Gesegnetes)

Am Karsamstagvormittag gehen Familien in Polen mit einem Körbchen, das auf Polnisch „święconka“ (Gesegnetes) heißt, in die Kirche, um Speisen für das Frühstück am Ostersonntag segnen zu lassen. Die Körbchen werden schön geschmückt und beinhalten meistens bunt bemalte Eier, Brot, Wurst, Salz, Pfeffer und Kuchen. Sie werden auf einen Tisch in der Kirche abgestellt und jeder schaut heimlich, wer das schönste Körbchen hat. Nach einem Gebet werden sie von einem Priester gesegnet und mit Weihwasser besprengt. Ein Teil aus den Körbchen wird direkt in der Kirche für die Armen gespendet. Am Ostersonntag werden die gesegneten Eier geschält und mit der Familie am Festtisch geteilt. Dabei wünschen sich die Familienmitglieder frohe Ostern.

„Śmigus-dyngus“ (Gießmontag)

Das zweite, typisch polnische Brauchtum ist der „śmigus-dyngus“, genannt auch „lany poniedziałek“, zu Deutsch „nasser Montag“ oder „Gießmontag“.

Wie der Name schon verrät, findet er am Ostermontag statt. An diesem Tag bespritzen sich alle, Jung oder Alt, mit Wasser, dem Symbol für Reinheit und Fruchtbarkeit. Diese Tradition hat ihren Ursprung in heidnischen Bräuchen. Im Frühjahr wurden junge, noch nicht verheiratete Frauen von Männern mit Wasser besprengt. Man glaubte, dass dies ihre Chancen erhöhte, bald einen Ehemann zu finden.

Heute warten auf diesen Tag vor allem Kinder und Jugendliche. Andere Menschen mit Wasser unbestraft nass machen zu dürfen, macht viel Spaß. An diesem Tag sind in Polen ein Regenschirm oder eine Regenjacke angesagt, wenn man den Wasserangriffen einigermaßen Widerstand leisten möchte. Eine Garantie für trockene Kleidung gibt es am Ostermontag jedoch nicht. Während Jugendliche auf der Straße mit Eimern voller Wasser laufen und sogar ganze Wassereimer durch geöffnete Bustüren schütten, bevorzugen ältere Generationen ein Fläschen Parfüm. Jeder kann nun für sich entscheiden, welche Variante nassgespritzt zu werden ihm die liebere ist.

Um  diese Bräuche zu erleben, lohnt es sich, an Ostertagen Polen zu besuchen. Nur so erlebt man den polnischen Zauber dieser Tage und bekommt „nasse Füße“.

In diesem Sinne frohe Ostern und Wesołych Świąt Wielkanocnych

wünscht

Magdalena Kuckertz

Zmiana zasad pisowni od stycznia 2026 r.

„Masz babo placek!” – taka była moja pierwsza myśl, gdy usłyszałam o zmianach w pisowni języka polskiego. To już druga reforma językowa, której jestem świadkiem. Pierwszą przeżyłam przy okazji reformy języka niemieckiego w 1996 r. Później przyszły jeszcze jej poprawki w 2004 i 2006 roku. Dla osoby uczącej się języka obcego to wcale nie była mała rzecz – momentami naprawdę trudno było mieć pewność, czy piszę poprawnie.

Tym razem sprawa dotyczy mojego języka ojczystego. A to już zupełnie inna historia i – nie ukrywam – trochę inne emocje.

Jeśli chcecie dokładniej przyjrzeć się nowym zasadom, publikuję – za zgodą Rady Języka Polskiego – „Mały słownik ortograficzny. Nowe reguły pisowni 2026” autorstwa Ewy Kołodziejek, Danuty Krzyżyk, Aldony Skudrzyk i Barbary Sobczak. Otrzymałam go na licencji CC BY-NC 4.0, co oznacza, że mogę udostępnić go na blogu nieodpłatnie, bez żadnych korzyści finansowych.

Informacje o samej licencji znajdziecie tutaj:                                                       
https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/deed.pl

A teraz coś, co dla wielu może być najważniejsze!
Jeśli ktoś liczył na to, że nowe przepisy raz na zawsze uporządkują dylematy typu „rz” czy „ż”, „ch” czy „h”, „ó” czy „u” – muszę Was rozczarować.

Rada Języka Polskiego nie wprowadziła i – jak zapowiada – nie planuje wprowadzać zmian w podstawowych zasadach dotyczących zapisu tych samogłosek i spółgłosek. A więc ortograficzne klasyki pozostają z nami.

Dla zainteresowanych szczegółami publikuję jeszcze link do oficjalnej informacji o najważniejszych zmianach w zasadach pisowni polskiej:
https://pan.pl/rada-jezyka-polskiego-oglasza-najnowsze-zmiany-w-zasadach-polskiej-pisowni/

Mehrsprachiges Bilderbuchkino: „Fünf Fremde in Dusty Hill“ von Daniel Fehr

Lesung auf Deutsch, Russisch und Polnisch

Übersetzung des Buchs ins Polnische: Magdalena Kuckertz

Am 24.03.2026 nehmen wir euch mit auf einen Besuch in das kleine Städtchen Dusty Hill. In die Stadt sind fünf Fremde gekommen. Sie sind anders, haben andere Sitten und andere Essgewohnheiten. Die Bewohner sind verunsichert. Sind die Fremden gefährlich? Und wer hat eigentlich die Bank ausgeraubt?

Bei dieser Lesung ist es nicht nur wichtig zuzuhören – du musst auch deine Augen ganz weit offen halten. Denn die Bilder aus dem Buch werden wie im Kino auf eine Leinwand projiziert. Schlüpfe in die Rolle eines Sheriffs und bilde dir deine eigene Meinung. Haben die Bewohner recht, misstrauisch zu sein?

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